podologie - fischeln
                                       simone braun              

Eine kurze Erklärung.

Was ist eine kassenzugelassene Praxis?

Eine kassenzugelassene Praxis ist eine Praxis, die die beanspruchten Leistungen mit der Krankenkasse abrechnen kann. Podologen können als Leistungserbringer für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) tätig werden.

Hierzu ist ein Antragsverfahren bei den Zulassung erteilenden Antragsstellen (meist nach Bundesländern organisiert) erforderlich. Nach erfolgreicher Prüfung der Zulassungkriterien (Leitung der Praxis durch eine staatlich geprüfte Podologin, räumliche Voraussetzungen und Hygienestandards müssen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen) wird die Kassenzulassung durch Bescheid erteilt.

Dann können Versicherte der GKV mit Heilmittelverordnung behandelt und die Kosten mit der Krankenkasse (Abrechnungszentren) abgerechnet werden. 

Wie funktioniert das?

Sie bekommen von Ihrem Arzt eine Heilmittelverordnung, sofern Sie Diabetes mellitus Patient/in sind und der Arzt es für erforderlich hält. Dann kommen Sie zu mir und erhalten Ihre benötigte Behandlung. Ich kann dies schließlich mit den Kassen abrechnen. 

Muss ich etwas bezahlen?

Der Versicherte hat als Zuzahlung 10% der Heilmittelkosten zu leisten. D.h. es werden 10% der Kosten jeder einzelnen verordneten Behandlung berechnet, zuzüglich einer Pauschale von 10€ pro Rezept.
Ebenso werden die Kosten für einen Hausbesuch anteilig vom Patienten entrichtet.
Wenn Sie einen gültigen Befreiungsausweis von Ihrer Krankenkasse haben, entfallen die Zuzahlungen.

Eine Beispielrechnung

Angenommen Ihr Arzt verordnet Ihnen eine Serie von 6 podologischen Komplexbehandlungen zu je 29,50 €, dann entfallen auf Sie als Patienten 10 % der Kosten pro Behandlung.

Das bedeutet, bei einer Behandlung 2,95 €, für die gesamte Serie 6 mal 2,95 €, was einen Gesamtbetrag von 17,70 € ergibt. Hinzu kommt eine einmalige Verodnungsgebühr für die Serie von 10 €.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für Sie als Patienten auf 27,70 € für eine Serie von 6 podologischen Komplexbehandlungen.

 

  • 10%         von 29,50 € = 2,95 € 
  • 2,95 €      x 6 (Einheiten) = 17,70 €
  • 17,70       € Patientenanteil + 10,00 € Verordnungsgebühr     
  • Gesamtbetrag =      27,70 €, der von einem Patienten zu tragen ist


Wer hat Anspruche auf eine Heilmittelverordnung?

Gemäß der gültigen Heilmittelrichtlinie ist die Verordnung von podologischen Leistungen bei einem diabetischen Fußsyndrom mit vorliegender Angiopathie und / oder Neuropathie verordnungsfähig.

Heilmittelverordnung 13

Eine Maßnahme der podologischen Therapie

So sieht die Heilmittelverordnung 13 aus, die es erlaubt, podologische Behandlungen (podologische Therapien) über die Krankenkasse abzurechnnen. Die Verordnung sollte sorgfältig von Ihrem behandelnden Arzt ausgefüllt werden.



Wenn Fragen zur Heilmittelverordnung 13 oder zu podologischen Therapien von Ihrer oder von Seiten des behandelnden Arztes bestehen, so sprechen Sie mich bitte darauf an, ich helfen Ihnen gerne weiter.